Die Geschichte, die Deutschland macht dicht erzählt, ist genau so, wie sie im Buch in Wort und Bild dargestellt wird, tatsächlich passiert.


Von wegen. Die Version im Buch geht ungefähr so: Drei junge Leute, die sich keinen Mumpitz vormachen lassen, sondern lieber ihren eigenen Rabatz bauen, retten gemeinsam mit einem Zeitungsherausgeber, einem allwissenden Hasen, einem sprechenden Kunstwerk, dem ältesten Kommunisten Deutschlands, einer tauben Nuß, einem armen Teufel, einem sozial Ausgestoßenen und einem Cowboy namens Jesus die Deutschen vor sich selbst, weil irgendwelche reichen, mächtigen, muffigen und wahnsinnigen Weltverbesserer unter »Verbesserung« mal wieder das verstanden haben, was solche Leute grundsätzlich darunter verstehen, nämlich Verschlimmerung. Nichts davon ist passiert. Deutsche vor sich selber retten: als ob so was ginge. Als ob es dafür nicht längst zu spät wäre. Als ob sich auf der Welt noch irgendein Ofen fände, hinter dem ein treuer Dackel schnurchelt, der beim Ausruf »Alarm, die Deutschen müssen gerettet werden!« auch nur das müde linke Ohr aufstellt. Die drei jungen Leute gibt es aber natürlich wirklich, und wer trotz Facebook noch nicht zu viele Freunde hat, kann sie in Deutschland macht dicht kennenlernen.